Klassifizierung von Mikroorganismen in der Abwasserbehandlung

2023-03-22

1. Bakterien


Bakterien sind anpassungsfähig und vermehren sich schnell. Je nach ihren unterschiedlichen Nährstoffansprüchen lassen sie sich in autotrophe und heterotrophe Bakterien unterteilen.


Autotrophe Bakterien nutzen verschiedene anorganische Substanzen (CO₂, HCO₃⁻, NO₃⁻, PO₄³⁻ usw.) als Nährstoffe, um diese in andere anorganische Substanzen umzuwandeln, Energie freizusetzen und Zellsubstanzen zu synthetisieren. Die Kohlenstoff-, Stickstoff- und Phosphorquellen sind allesamt anorganische Substanzen.


Heterotrophe Bakterien nutzen organischen Kohlenstoff als Kohlenstoffquelle und organischen oder anorganischen Stickstoff als Stickstoffquelle und wandeln diesen in anorganische Substanzen wie CO₂, H₂O, NO₃⁻, CH₄ und NH₃ um, um Energie freizusetzen und Zellsubstanzen zu synthetisieren. Die Mikroorganismen in Kläranlagen sind hauptsächlich heterotrophe Bakterien.


2. Pilze


Pilze umfassen Schimmelpilze und Hefen. Sie sind aerobe Bakterien, die organische Substanzen als Kohlenstoffquelle nutzen. Ihr Wachstum erfolgt bei einem pH-Wert zwischen 2 und 9, wobei der optimale pH-Wert bei 5,6 liegt. Pilze benötigen wenig Sauerstoff, nur halb so viel wie Bakterien. Sie kommen häufig in Umgebungen mit niedrigem pH-Wert und geringem molekularem Sauerstoffgehalt vor.


Eumyzel spielt eine wichtige Rolle bei der Agglomeration von Belebtschlamm, doch ein übermäßiges Auftreten fadenförmiger Bakterien beeinträchtigt die Sedimentationsleistung des Schlamms und führt zu Schlammaufquellen. Die Bedeutung von Pilzen in der Abwasserreinigung darf nicht unterschätzt werden.


3. Algen


Algen sind einzellige und mehrzellige pflanzenartige Mikroorganismen. Sie enthalten Chlorophyll, das mithilfe der Photosynthese Kohlendioxid und Wasser aufnimmt, um Sauerstoff freizusetzen, und absorbieren Stickstoff, Phosphor und andere Nährstoffe aus dem Wasser, um ihre eigenen Zellen zu synthetisieren.


4. Protozoen


Protozoen sind die niedrigsten einzelligen Lebewesen, die sich teilen und vermehren können. Im Abwasser dienen sie sowohl der Wasserreinigung als auch als Indikatoren. Die meisten Protozoen gehören zu den aeroben heterotrophen Organismen. Obwohl sie bei der Abwasserreinigung eine weniger wichtige Rolle spielen als Bakterien, tragen sie durch die Fähigkeit, feste organische Stoffe und freie Bakterien zu verzehren, zur Verbesserung der Wasserqualität bei. Protozoen reagieren empfindlich auf Umweltveränderungen, und je nach Wasserqualität treten unterschiedliche Protozoenarten auf. Daher dienen sie als Indikatoren für die Wasserqualität. Beispielsweise vermehren sich Uhrenwürmer stark bei hohem Sauerstoffgehalt, während sie bei einem Sauerstoffgehalt unter 1/L weniger häufig vorkommen und weniger aktiv sind.


5. Metazoen


Metazoen sind vielzellige Tiere. Häufige Metazoen in Kläranlagen und Absetzbecken sind Rädertierchen, Fadenwürmer und Krebstiere.


Metazoen sind aerobe Mikroorganismen, die in Gewässern mit höherer Wasserqualität leben. Sie ernähren sich von Bakterien, Protozoen, Algen und organischen Feststoffen. Ihr Auftreten deutet auf eine verbesserte Reinigungsleistung hin und sie dienen als Indikatoren für den Erfolg der Abwasserreinigung.



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